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Erstbesteigung der Drusenfluh 1870

Eine zuerst angezweifelte Erstbesteigung eines wenig bestiegenen Rätikon-Gipfels.
Erstbesteigung der Drusenfluh 1870

Inschrift des Erstbesteigers "CZ70"

Der Schrunser Bergführer Christian Zudrell ging am 14. August 1870 von Schruns über sie Alpe Spora in Richtung Öfapass und erklomm über die spätere Imhof-Führe den Gipfel. Nachdem er dort etwa ein Stunde verblieben war, kehrte er auf demselben Weg nach Schruns zurück und erreichte dieses 13 ½ Stunden nach dem Aufbruch. Auf dem Gipfel errichtete Zudrell ein Steinmännchen und meißelte Zahlen und Buchstaben in einen Felsen: „C[hristian] Z[udrell] [18]70“. Erst 18 Jahre später bestätigten die Bregenzer Alpinisten Karl Blodig und Eugen Sohm die Signatur Zudrells. Zuvor war diese Erstbesteigung in Bergsteigerkreisen noch stark angezweifelt worden. Nach seiner Rückkehr nach Bregenz sandte Blodig eine Karte, die lediglich die Inschrift „C Z 70“ enthielt, an Zudrell. Der Montafoner Bergführer antwortete darauf ebenso kurz und bündig mit „Gratuliere zur Drusenfluh“. Der Gipfelstein mit der Original-Inschrift wurde schließlich im Jahre 1995 von einem Bergführer ins Tal gebracht, da ihm Wetter und Blitze bereits stark zugesetzt hatten. Heute ist der Stein bei der Lindauer Hütte zu sehen.

Mehr dazu in: Mensch & Berg

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Autor: Michael Kasper

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